Die Grünader bildet das Rückgrat eines Quartiers, das Wohnen, Arbeiten und Freiraum klar strukturiert und miteinander verbindet

Die Grünader bildet das Identitätsstiftende Rückgrat des neuen Quartiers. Als durchgängiger Freiraum verbindet sie den Sackmooswald mit dem Eichholzwald und verknüpft Landschaft, Erholung und Alltagswege zu einem zusammenhängenden System. Gleichzeitigg fungiert sie als vermittelnder Übergangsraum zwischen Gewerbe und Wohnen: offen, strukturierend und vielfältig nutzbar. Als qualitätsvoll gestalteter Grünraum schafft sie Identiät, Aufenthaltsqualität und einen hohen ökologischen Mehrwert.

Radial aufgefächerte Wohngassen strukturieren das Wohnquartier südlich der Grünader. Sie werden von Süden her erschlossen, verkehrsfrei und als gemeinschaftliche Begegnungsräume konzipiert. Die Wohngassen erschliessen die Gebäude und fördern ein lebendiges, nachbarschaftliches Miteinander. Im Norden münden sie in Spiel- und Aufenthaltsbereiche, die sich räumlich mit der Grünader überlagern und diese aktivieren. Demgegenüber bilden die privaten Gärten ruhige, intime Rückzugsräume. 

Die Gewerbezone bietet attraktive Rahmenbedingungen für innovative Produktions- und Arbeitsformen.  Grosszügige, rund 1'000m2 umfassende Hallen ermöglichen flexible Nutzungen und zukunftsfähige Produktionsprozesse. Die längsorientierten Bauten werden von der Zielmattenstrasse erschlossen. Östlich ist das Areal konsequent dem Gewerbe vorbehalten, während im Westen eine Mischzone für Kleingewerbe mit Wohnungen im obersten Geschoss entsteht. 

Ein nachhaltig entwickeltes Quartier, das durch vielfältige Wohnformen und grosszügige Grünräume eine hohe Lebensqualität schafft

Das Quartier setzt auf ein vielfältiges Wohn- und Nutzungskonzept. Unterschiedliche Wohnungsangebote – Miet- und Eigentumswohnungen, Reiheneinfamilienhäuser, Atelierwohnungen sowie begleitetes (Alters-) Wohnen mit gemeinschaftlichen Räumen – ermöglichen individuelle Lebensentwürfe und fördern soziale Durchmischung. Gemeinschaftliche Orte und Begegnungsräume stärken das Miteinander und schaffen Identifikation und sozialen und generationenübergreifenden Austausch. Ergänzt wird das Angebot durch flexibel nutzbares Gewerbe mit guter Sichtbarkeit, das zur Belebung des Quartiers beiträgt und Synergien zwischen Wohnen und Arbeiten ermöglicht.

Die Gebäude sind überwiegend in Ost-West-Richtung orientiert und reagieren bewusst auf zwei unterschiedliche Freiraumtypen: die belebte Wohngasse als sozialer Begegnungsraum und den geschützten Wohngarten als ruhigen und durchgrünten Rückzugsort. Unterschiedliche Grundtypologien – klassische Zweispänner mit Treppenhaus und Lift, Laubengangwohnungen, individuelle Reihenhäuser sowie Atelierwohnungen – erzeugen eine räumliche Vielfalt innerhalb eines klaren Ordnungsrahmens. Alle Wohnungen sind funktional organisiert, gut möblierbar und weisen ausgewogene Raumproportionen auf.

Die Fassaden sind fein differenziert und atmosphärisch dicht ausgebildet. Robuste, langlebige Materialien in Kombination mit einer sorgfältigen Gliederung bilden ein zentrales Gestaltungselement. Innerhalb des übergeordneten architektonischen Konzepts erhalten die einzelnen Gebäude eine individuelle Ausformulierung, ohne die Ensemblewirkung zu schwächen. So entsteht ein vielschichtiges Erscheinungsbild, das Dichte, Typologie und Massstab in ein ausgewogenes Verhältnis setzt.

Die Grünader zeichnet eine räumliche Zäsur zwischen Wohn- und Gewerbenutzungen und übernimmt zugleich eine strukturierende sowie identitätsprägende Rolle

Projektdaten

Objektadresse
Zielmatten Gerlafingen

Bauherrschaft
Moser Maschinen und Immobilien AG

Studienauftrag auf Einladung 2025, 1.Preis
Architekturleistungen SIA Phasen 3-5

Nutzung
Wohnen, Gewerbe


Projektteam

Landschaftsarchitektur
Chaves Biedermann Landschaftsarchitekten GmbH