Präzise Setzung und strukturelle Klarheit
schaffen eine neue Adresse im Obach-Quartier
Das Grundstück liegt im Obach-Quartier, südlich des Westbahnhofs, nahe Altstadt und Aare. Die unmittelbare Umgebung ist von heterogener Struktur geprägt: Im Norden dominieren kleinere und grössere Gewerbebauten
sowie Brachen, während im Süden Wohnbauten unterschiedlichen Massstabs und die Privatklinik Obach das Bild bestimmen. Über die Obachstrasse ist das Gebiet sowohl in Richtung Westumfahrung und Autobahnzufahrt
als auch in Richtung Aare und Altstadt im Osten gut erschlossen. Mit dem Neubau des Ateliergebäudes wurde der Ort für die Nachbarschaft aufgewertet und ein Beitrag zur Qualität des Wohnquartiers geleistet.
Der pavillonartige Neubau weist eine einfache kubische Form auf und fügt sich selbstverständlich in das bestehende Bebauungsmuster des Quartiers ein. Unter Berücksichtigung der Abstandsvorschriften ist der kompakte Baukörper mittig auf dem rechteckigen Grundstück platziert. Diese unaufgeregte städtebauliche
Setzung wirkt sich strukturierend auf die Umgebung aus und schafft eine klare Adresse. Der Zugang erfolgt stirnseitig direkt ab der Obachstrasse von Nordosten her. Das Gebäude weist drei Vollgeschosse auf, die sich nach Aussen hin abzeichnen.Die Äußere Erscheinung des quaderförmigen Baukörpers wird an den beiden
Längsseiten durch eine filigrane Laubenschicht gezeichnet, welche durch ein regelmäßiges, repetitives Konstruktionsraster gegliedert wird, welches von der inneren Struktur und Organisation zeugt. Stirnseitig ragen zwei Erker aus dem Aluminium-Gebäudemantel hervor und zeichnen das Gebäude aus.
Ein Hybridbau aus Holz und Beton,
der Leichtigkeit und Stabilität vereint
Der Neubau basiert auf einem innovativen Holz-Beton-Verbundsystem: Vorgefertigte Betonelemente werden vor Ort präzise mit der skelettartigen Holzkonstruktion verbunden. Der zentrale Treppenhauskern aus Ortbeton übernimmt dabei die horizontale
Erdbebenaussteifung und erschliesst die 3 Geschosse. Die oberen Geschosse sind als offene Raumstruktur konzipiert, in der sich die Nasszellenkerne beziehungsweise deren vorbereitete Struktur klar abzeichnen und zugleich eine natürliche Zonierung schaffen.
Ein robuster, geschliffener Anhydritbelag bildet einen spannungsvollen Kontrast zum Holz und fügt sich gemeinsam mit den farblich akzentuierten Fenstern und Türen zu einem stimmigen Gesamtbild.
Projektdaten
Objektadresse
Obachstrasse 17
Bauherrschaft
MYURA AG
Direktauftrag 2023
Architekturleistungen SIA Phasen 3-5
Nutzung
Büro / Wohnen
Projektteam
Bauingenieur
BSB + Partner Ingenieure und Planer AG
HLKSE-Planung
SGT Solothurn Gebäudetechnik AG
Holzbauingenieur
Holzwerkingenieure AG
Bauphysik
Bakus Baupyhsik + Akustik AG