Zwischen Industriegeschichte und grüner Wohnlandschaft formt sich ein eigenständiges Quartier
Die Wohnüberbauung an der Sälistrasse in Olten entsteht im Spannungsfeld zwischen industrieller Vergangenheit und den durchgrünten Wohnquartieren der Umgebung. Das Projekt übersetzt diese Gegensätze in ein eigenständiges Ensemble aus vier klar geschnittenen Baukörpern mit sorgfältig gestalteten Zwischenräumen. Trotz hoher Dichte reagiert die Bebauung differenziert auf ihre Nachbarschaften und integriert die bestehende Industriehalle als identitätsstiftendes, offenes Fragment.
Der Freiraum ist als zusammenhängende Gartenlandschaft konzipiert, die das neue Quartier mit dem Sälipark und den umliegenden Grünräumen verbindet. Im Zentrum bildet der «Sälihain» mit vielfältigen Nutzungen, schattenspendenden Bäumen und einer Wasserfläche einen gemeinschaftlichen Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Louis-Giroud-Promenade durchzieht das Areal als zentrale Verbindung und wird durch klar gefasste Platz- und Aufenthaltsräume begleitet.
Die Architektur der Neubauten knüpft an das industrielle Erbe an und übersetzt dessen Klarheit und Robustheit in eine zeitgemässe Wohnarchitektur. Rhythmische Fassaden, tief eingeschnittene Loggien und eine präzise Materialisierung aus Holz, Beton und gezielten Akzenten prägen den ruhigen Ausdruck der Gebäude. Die effizient organisierten, mehrseitig belichteten Wohnungen verfügen über grosszügige Aussenräume und ermöglichen vielfältige Wohnsituationen.
Effizient organisierte Grundrisse, natürlich belichtete Erschliessungsräume und grosszügige Loggien schaffen fliessende Wohnräume mit hoher Aufenthaltsqualität und starkem Bezug zum Quartier
Die Wohnungen sind als 4- bis 6-Spänner organisiert und klar strukturiert. Zentrale, natürlich belichtete Treppenhäuser übernehmen neben der reinen Erschliessung auch eine soziale Funktion als Begegnungsräume für die Bewohnenden. Die Grundrisse sind klar und effizient aufgebaut: Über eine kompakte Diele werden alle Räume direkt erschlossen, wodurch bewusst auf klassische Korridore verzichtet werden kann. So entstehen fliessende Raumabfolgen und optimal nutzbare Wohnflächen bei gleichbleibend hoher Aufenthaltsqualität im Alltag.
Alle Wohnungen sind mehrseitig orientiert und gut belichtet. Grosszügige Loggien erweitern den Wohnraum nach aussen und stärken den Bezug zum Quartier und zu den gemeinschaftlichen Freiräumen. Die Regelgeschosse sind typologisch einheitlich ausgebildet, während die Attikawohnungen als Weiterentwicklung dieser Struktur attraktive Terrassen und Weitblicke bieten. Unterschiedliche Lagen, Orientierungen und Blickbeziehungen schaffen ein vielfältiges Wohnungsangebot, das unterschiedlichen Lebensentwürfen gerecht wird und dem Quartier innere Lebendigkeit verleiht.