Die kompakte Kubatur im steilen Gelände, zeigt sich nach aussen schlicht und differenziert sich deutlich von den umliegenden Einfamilienhäusern

Das Haus für ein Paar liegt an einem Hanggrundstück in Zumikon – auf mittlerer Höhe zwischen Zürichsee und Pfannenstielrücken. Inmitten von Einfamilienhäusern der 1940er bis 70er Jahre gelegen, wird die Parzelle von beengten Platzverhältnissen und einem steil abfallenden Terrain zu einer stark befahrenen Strasse bestimmt. Der rechteckige, klar konturierte Sichtbetonbau ist quer zur Hauptstrasse ausgerichtet und reagiert auf den aus der Hanglage resultierenden Niveauunterschied in Form einer besonderen Eingangssituation. Man betritt das Gebäude auf Strassenniveau im Tiefparterre, parallel zur Garage, und taucht über eine einläufige Treppe in einem erleuchteten Entrée auf Erdgeschossniveau auf.

Der von aussen verschlossene Eindruck löst sich im Inneren in fließenden, lichtdurchfluteten Räumen auf. Die offene Wohnebene wird durch freistehende Raumelemente zoniert. Die Küche mit freistehender Kochinsel ist offen dem Essraum zugeschaltet. Der Wohnraum wird von einer raumhohen Trennwand mit integriertem Cheminée gefasst und öffnet sich über eine Fensterfront zur geschützten Eckloggia, die nahtlos in den ebenerdigen Garten führt. Dieses «Gartenzimmer» dient dem Wohnen zwischen Innen- und Aussenraum und lässt sich als Wintergarten oder Aussenterrasse mit gedecktem Sitzplatz vielseitig nutzen. Eine offene Treppe führt in das Obergeschoss, das die Individualräume beherbergt.

Die Kubatur zeigt sich nach aussen schlicht und unaufgeregt und differenziert sich dennoch deutlich von den umliegenden Einfamilienhäusern. Eine zweischalige Fassade mit Kerndämmung ermöglicht die homogene Betonoptik an allen Aussenwänden. Dieser Ausdruck wird in den Elementen zur Hangsicherung fortgeführt und somit Gebäude und Terrain miteinander verzahnt. Präzise gesetzte Fensteröffnungen und Oberlichter bieten gezielte Ausblicke und spezifische Raum- und Lichtstimmungen. Ein durchgehender Bodenbelag aus Holzparkett, der mit unverputzten Betondeckenuntersichten kontrastiert, und sorgfältig angeordnete, teils raumhohe Innentüren lassen ein offenes Raumgefüge entstehen.

Der von aussen verschlossene Eindruck löst sich im Inneren in fließenden, lichtdurchfluteten Räumen auf
Holzparkett, der mit unverputzten Betondeckenuntersichten kontrastiert und raumhohe Innentüren lassen ein offenes Raumgefüge entstehen