Die Lage ist geprägt von der Topographie und dem steil ansteigenden Hang

Die Siedlung Obermaihof wurde in den Jahren 1947-48 nach den Plänen des Architekten Werner Dolder erstellt und ist im Besitz der Allgemeinen Baugenossenschaft Luzern. Die Lage im Nordosten der Stadt Luzern ist stark geprägt von der Topographie und dem südseitig steil ansteigenden Hang gegen den Wald. Die Bestandssiedlung folgte baulich den üblichen Mustern der damaligen Zeit: Einfache dreigeschossige Zeilenbauten unterschiedlicher Länge mit leicht geneigten Satteldächern wurden der Topographie folgend mehrheitlich senkrecht zum Hang gesetzt und bildeten so eine offene Siedlung mit durchfliessenden Grünräumen.

Mit der Siedlungsgliederung soll den Mitgliedern der abl ein ausgewogener Mix an zeitgemässen und nach wie vor günstigen Wohnungen angeboten werden können. Konkret werden die bestehenden, senkrecht zum Hang stehenden Zeilenbauten im Süden durch drei mäandrierende, und parallel zum Hang platzierte Neubaukörper ersetzt. Die mittlere Häuserreihe wird umgebaut und erweitert und die Häuser im Norden sanft saniert. Die in der 2. Etappe fertiggestellte, mittlere Häuserreihe besteht aus quer zum neuen Siedlungsraum stehenden Bestandsbauten, welche unmittelbar im Norden an den Freiraum angrenzen.

Diese „Erweiterungsbauten“ bilden eine Reihe aus sieben ursprünglich rechteckigen Wohngebäuden, welche zwischen der bestehenden sanierten Zeilenbebauung ganz im Norden und den geplanten Längsneubauten vermitteln.

Das Umbau- und Erweiterungskonzept sah vor, die Gebäude auf ihre Grundstruktur zurückzubauen und im Grundriss auf zwei Seiten zu einem Z-förmigen Fussabdruck zu erweitern. Die daraus resultierende Verzahnung der Gebäude mit dem Aussenraum ermöglicht neu allen Wohnungen einen grosszügigen Wohnraum mit angrenzender Loggia und direktem Blick in den neuen Siedlungsraum. Zusätzlich wurde das Satteldach entfernt und ein Attikageschoss in Holzbauweise mit Flachdach ergänzt.

Die Gebäudehülle sowie die gesamte Haustechnik wurde erneuert und den heutigen Anforderungen angepasst. Sämtliche Wohnungen verfügen neu über französische Balkonfenster, die viel Licht in die Wohnungen bringen und den Bezug zum Aussenraum stärken. In der grob verputzten Fassade wechseln sich farblich unterschiedlich gestaltete Flächen entsprechend einem Gestaltungsraster ab und betonen die verschränkte Gebäudegrundform.

Französische Balkonfenster, die viel Licht in die Wohnungen bringen und den Bezug zum Aussenraum stärken
Ein grosszügiger Wohnraum mit angrenzender Loggia und direktem Blick in den neuen Siedlungsraum